HomeAktuellesGlück gehört auch dazu - der Einzug in das Kreispokalfinale

Glück gehört auch dazu - der Einzug in das Kreispokalfinale

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Froh die dritte Runde relativ planmäßig erreicht zu haben, traten wir frohen Mutes im Halbfinale des Kreispokals zum wiederholten Mal gegen Fortschritt Bautzen in der Jahnhalle an. Weiterer Überraschungsgegner war die 2. Mannschaft von SG Bautzen.

Als erstes ging es gegen das Team von Fortschritt. Diese Mannen sind zwar ein wenig älter, dafür aber nicht schlechter. Mit ihrem sicheren Spiel konnten sie uns um das eine oder andere Mal ordentlich ärgern. Mangelnde Laufbereitschaft unsererseits und individuelle Unsicherheiten brachten uns wie auch beim voran gegangenen Spieltag in Verlegenheit. Nichtsdestotrotz konnten wir uns fangen und den Willen aufbringen, das Spiel 2:0 für uns zu entscheiden.

Beim zweiten Match mussten wir gegen die 2. Mannschaft von SG Bautzen antreten - ein für uns gänzlich unbekanntes Team, welches mit drei jungen Damen und drei jungen Herren spielt. Schon beim Einschlagen zeigten uns die Jungs, dass sie „es“ können. Man durfte also auf das Spiel gespannt sein. Wir hofften darauf, endlich ausgeschlafen zu haben und nun unsere volle Stärke präsentieren zu können. Aber von Anfang an setzte uns der junge Gegner gehörig unter Druck und ging nicht selten in die verdiente Führung. Aber Mitte des ersten Satzes konnten wir den Punktestand zugunsten unserer Mannschaft drehen und gewannen. Dennoch war unser Knoten nicht geplatzt. Demzufolge begann der zweite Satz mit einem 5-Punkte Rückstand, den wir zwar ab und zu aufholen, aber nie souverän ausbauen konnten. Wieder war das statische Spiel schuld. Ebenso spielte SG erfrischend unbekümmert und setzte oft einen sehr guten Block, so dass unsere Angreifer nicht effektiv punkteten. Auch zeigten sie uns unsere Freiräume auf dem Feld auf. Wir versuchten dagegen zu halten, aber in diesem Satz war nichts zu machen. Satzstand 1:1. Der Tiebreak sollte entscheiden. Eigentlich sollte nun die Flamme des unbedingten Siegeswillen bei uns lodern, um als amtierender Kreispokalsieger unserer Würde gerecht zu werden. Die Flamme brannte - aber nur bei den Gegnern und so kam es, wie es kommen musste. SG baute die Führung auf 8:2 aus – Seitenwechsel – und dann ging es munter weiter. Wir konnten uns auf den 10. Punkt heran spielen, der Gegner hatte aber schon 13. Dann folgte eine Schrecksekunde für das junge Team. Ein Spieler verletzte sich so stark, dass er ausgewechselt werden musste. Da bei SG nur noch eine vierte Frau auf der Auswechselbank saß, spielten sie nun nur noch mit zwei Männern. Doch es war für uns zu spät, das Ruder rum zu reißen und das Spiel zu entscheiden. Verdient gewann SG Bautzen 2. das Spiel mit 2:1.

Für uns bestand also in diesem Moment nur noch eine theoretische Chance, am Pokalfinale teilzunehmen. Fortschritt musste gewinnen – egal wie. Wir waren alle gespannt, wie sich die alten Herren gegen die jungen Hüpfer wohl schlagen würden. Dank eines eklatanten Aufstellungsfehlers von SG im ersten Satz, machte Fortschritt Bautzen einen Punkt nach dem anderen. SG hatte drei Frauen hintereinander am Netz postiert – was bei 2,43m Netzhöhe weder Angriff noch Block bedeutete. Der erste Satz ging somit ganz klar mit einem riesen Vorsprung an Fortschritt. Natürlich hatte SG Bautzen die Fehlaufstellung bemerkt und stellte im zweiten Satz um. Das bekam dem Spielfluss sehr gut. SG Bautzen kam des Öfteren zum Zug und punktete klar. Aber der energische Angriff und der sehr gute Block waren nicht mehr vorhanden. Sie versuchten ihr Bestes, aber die Abgeklärtheit und Spielruhe von Fortschritt machte dem möglichen Finaleinzug von SG ein Strich durch die Rechnung. Klarer 2:0 Sieg für Fortschritt Bautzen.

In der Endabrechnung bedeutete das nun, dass wir drei Sätze an diesem Abend gewannen, die anderen beiden Teams nur zwei. Damit stehen wir im Finale. Mag einer sagen „gewonnen ist gewonnen“, dennoch behält dieser Finaleinzug einen faden Beigeschmack. Man kann nur hoffen, dass unsere Mängel bis zum 03.06.2010 ausgemerzt sind und wir wieder so spielen können, wie wir es von uns gewöhnt sind.

An dieser Stelle können wir uns bei der Mannschaft von Fortschritt Bautzen bedanken, die uns den Finaleinzug ermöglichten. Desweiteren wünschen wir dem Spieler von SG Bautzen gute Besserung und hoffen, dass eine schlimmere Verletzung ausgeblieben ist.

Nicht zu vergessen sind unsere treuen Mädels, die sich ihre Stimme aus dem Hals schrien, um den fulminanten Fanblock von SG zu übertönen. Vielen Dank für eure Unterstützung!

 

 
Kommentare (2)
2 Freitag, den 04. Juni 2010 um 16:43 Uhr
SG Bautzen
Hallo,
Also muss schon sagen ist ein echt gut, und ehrlich geschriebener Bericht.


Glückwunsch zum Pokalsieg.
1 Freitag, den 04. Juni 2010 um 11:05 Uhr
Matthias SGB
Hey Volleyballer,

sehr schöner Spielbericht!! Hut ab!

Die Mängel scheint ihr ja beseitigt zu haben, gratuliere euch hiermit zum Pokalsieg!!

Grüße und auf bald, Matthias

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